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Neue Livestream-Karte revolutioniert die Bemühungen zum Schutz der Meere


Neue Livestream-Karte revolutioniert die Bemühungen zum Schutz der Meere

Der Kampf um den Schutz vor illegaler Fischerei und Überfischung unserer Meere, hat durch eine innovative technologiegeschützte Initiative einen deutlichen Schub erhalten. Global Fishing Watch, eine internationale gemeinnützige Organisation, hat die weltweit erste Livestream-Karte eingeführt, die die Aktivitäten der globalen Fischereiflotte in Echtzeit überwacht. Diese bahnbrechende Entwicklung, die auf mehr Transparenz und Nachhaltigkeit abzielt, steht im Einklang mit der Vision, eine globale Gesellschaft zu schaffen, die den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs) Priorität einräumt und das Verantwortungsbewusstsein für unsere natürlichen Ressourcen fördert.


Die illegale Fischerei stellt eine erhebliche Bedrohung für die Umwelt, die Menschenrechte und die weltweite Ernährungssicherheit dar. Pew schätzt, dass durch die illegale Fischerei jährlich Meeresfrüchte im Wert von bis zu 23,5 Milliarden Dollar entnommen werden, was einem von fünf Fischen aus dem Meer entspricht. Global Fishing Watch hat die Dringlichkeit erkannt, dieses Problem anzugehen, und arbeitet mit verschiedenen Organisationen zusammen und nutzt modernste Technologien, um Fischereiaktivitäten weltweit zu überwachen. Global Fishing Watch wurde 2015 von Oceana, SkyTruth und Google ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer unabhängigen, gemeinnützigen Organisation entwickelt, die sich für die Verbesserung der Meerespolitik durch mehr Transparenz einsetzt.




Durch die Nutzung von Satellitentechnologie, Cloud Computing und maschinellem Lernen sammelt und verarbeitet Global Fishing Watch Verfolgungsdaten aus zahlreichen Quellen und macht sie jedem zugänglich, der über einen Internetanschluss verfügt. Öffentlich zugängliche Quellen wie das automatische Identifikationssystem, das Schiffsüberwachungssystem, öffentliche Schiffsregister und Satellitenbilder werden in die Datenplattform der Organisation integriert. Dieser umfassende Ansatz ermöglicht es den Nutzern, menschliche Aktivitäten auf See durch frei zugängliche Karten, Visualisierungen und Analysetools zu untersuchen und zu überwachen.


"Die in Nordkorea verwendeten Technologien können überall eingesetzt werden, um das Unsichtbare sichtbar zu machen", sagte Tony Long, CEO von Global Fishing Watch, in seinem TED-Vortrag. Durch den Einsatz zusätzlicher Technologien neben GPS gelang es Global Fishing Watch, "dunkle Schiffe" in Regionen wie Nordkorea aufzuspüren, wo illegale Fischereiaktivitäten bisher verborgen waren. Die Aufdeckung dieser illegalen Praktiken veranlasste die Behörden, Maßnahmen zu ergreifen, was zu einer erheblichen Verringerung der illegalen Fischerei in diesem Gebiet führte. Long betonte das transformative Potenzial der Technologie bei der Förderung der Transparenz im Meer und verglich es mit den leicht zugänglichen Informationen über Straßen- und Landaktivitäten im Internet.

Der Open-Source-Charakter des Ansatzes von Global Fishing Watch ist besonders wichtig im Hinblick auf den kürzlich von den Vereinten Nationen unterzeichneten Hochseevertrag, der bis 2030 30 % der Weltmeere schützen soll. Der Vertrag legt Regeln für die Mitgliedsstaaten fest, um die biologische Vielfalt der Meere zu schützen, Ressourcenkonflikte zu lösen und nachhaltige Schifffahrtspraktiken zu gewährleisten. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, setzt sich Long für ein gemeinsames Meldesystem ein, das die Transparenz fördert und die Zusammenarbeit zwischen den Nationen erleichtert. Global Fishing Watch mit seinem offenen Meldesystem und seiner Verpflichtung zur Zugänglichkeit erweist sich als skalierbare und erschwingliche Methode, die zu den Zielen des Abkommens beitragen kann.


Mit Unterstützung von The Audacious Project hat Global Fishing Watch das Open Ocean Project ins Leben gerufen. Diese ehrgeizige Initiative zielt darauf ab, in den nächsten fünf Jahren 100 % der industriellen Fischereifahrzeuge, Hunderttausende von kleinen Fischereibooten, nicht fischende Schiffe und die gesamte feste Infrastruktur auf See zu kartieren. Die daraus resultierende robuste Karte wird Experten, besorgte Bürger, Regierungen und Wissenschaftler in die Lage versetzen, zerstörerische Fischereipraktiken effektiver zu erkennen und zu bekämpfen und so gemeinsame Anstrengungen für einen besseren Umgang mit den Meeren zu ermöglichen.


Die unschätzbare Technologie und die Open-Source-Philosophie von Global Fishing Watch erleichtern die globale Zusammenarbeit zum Schutz unserer Ozeane. Die Bemühungen der Organisation stoßen auf großes Interesse. Käufer und Lieferanten erkennen die Rolle, die Transparenz bei der Durchsetzung der Sorgfaltspflicht auf dem Markt spielt. Indem sie die Daten nutzen, um die Flotten zur Verantwortung zu ziehen, treiben die Interessengruppen positive Veränderungen voran und fordern verantwortungsvolle Fischereipraktiken. Die Initiativen von Global Fishing Watch sind bereit, die Governance der Ozeane neu zu definieren und den Menschen die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben, um unsere marinen Ökosysteme für zukünftige Generationen zu schützen.


Während die Welt die Herausforderungen der illegalen Fischerei und der Überfischung meistert, ist die Livestream-Karte von Global Fishing Watch ein Leuchtfeuer der Hoffnung. Indem die Organisation Licht auf die menschlichen Aktivitäten auf See wirft, ermöglicht sie den Bürgern der Welt, sich aktiv an der Vision einer nachhaltigen globalen Gesellschaft zu beteiligen, die die SDGs einhält. Die nahtlose Integration von Technologie, Zivilgesellschaft und Nachhaltigkeitsprinzipien in die Initiativen von Global Fishing Watch zeigt das Potenzial für transformative Veränderungen, wenn kollektive Maßnahmen zum Schutz unserer Ozeane ergriffen werden.


Weitere Informationen: https://globalfishingwatch.org

Youtube-Nachweis: @GlobalFishingWatch

Titelbild von Global Fishing Watch

Verwandte Informationen: https://www.audaciousproject.org/

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