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Global Society Institute eröffnet Wege für Jugendführung

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    GSI
  • vor 2 Tagen
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Global Society Institute eröffnet Wege für Jugendführung
Global Society Institute eröffnet Wege für Jugendführung | Photo: Nick Abrams

Heute wird institutionelle Glaubwürdigkeit zunehmend dadurch definiert, wer in Entscheidungsprozesse einbezogen wird – und zu welchem Zeitpunkt dieser Einbezug erfolgt. Für Organisationen, die in globaler Zivilgesellschaft, Nachhaltigkeit und demokratischer Resilienz tätig sind, bergen Governance-Modelle, die jüngere Generationen ausklammern, das Risiko struktureller Überholung. Die Einrichtung eines Youth Advisory Board durch das Global Society Institute stellt eine strategische Anpassung dar: Jugendperspektiven werden als grundlegender Bestandteil von Politikentwicklung und Bewertung positioniert, nicht als symbolische Geste.


Forschung zeigt, dass die Einbindung junger Perspektiven bereits in frühen Phasen der Projektgestaltung die Anpassungsfähigkeit erhöht, generationelle blinde Flecken reduziert und die gesellschaftliche Legitimität stärkt. Junge Führungspersönlichkeiten bringen unmittelbares Wissen über digitale Transformation, Umbrüche in der Bildung und sich wandelnde Arbeitsmärkte ein – Faktoren, die den langfristigen Einfluss globaler Initiativen erheblich prägen. Dieser Ansatz steht in enger Übereinstimmung mit den Prinzipien inklusiver Governance von SDG 16, insbesondere mit dem Schwerpunkt auf rechenschaftspflichtigen und partizipativen Institutionen.


Eine neue Generation gestaltet globales Handeln

Das GSI Youth Advisory Board arbeitet im Rahmen eines einjährigen ehrenamtlichen Mandats und kommt einmal pro Trimester gemeinsam mit einer Vertretung des Vorstands zusammen. Sein Auftrag ist bewusst handlungsorientiert. Die Mitglieder bewerten Fortschritt und Relevanz laufender Projekte und erarbeiten gemeinsam richtungsweisende Texte, die direkt an den Vorstand übermittelt werden. Diese Struktur stellt sicher, dass Jugendperspektiven in formale Entscheidungsprozesse integriert werden, statt erst nachträglich konsultiert zu werden.


Die erste Kohorte spiegelt ein breites Spektrum akademischer Fachrichtungen, kultureller Hintergründe und zivilgesellschaftlicher Erfahrungen wider – und damit die vielschichtigen Herausforderungen, die GSI adressiert.


Mohamed Ben Mussa Hamed, 20, ist der erste Koordinator des Boards. Er studiert internationalen Handel mit einem wachsenden Fokus auf Politikwissenschaft und Initiativen der globalen Zivilgesellschaft. Er ist aktiv an der Entwicklung von Jugend-Workshops zur demokratischen Teilhabe beteiligt und hat an internationalen Trainingsprogrammen zum interkulturellen Dialog in Norwegen, Italien, Bulgarien und Spanien teilgenommen. Seine Arbeit verbindet Ökonomie, Governance und politische Bildung und bietet Einblicke darin, wie Handel und politische Partizipation den gesellschaftlichen Zusammenhalt beeinflussen.


Alba Rodriguez, 17, bringt Erfahrungen aus schulischer und kommunaler Governance mit – durch ihre Rollen im Schülerrat und in einem lokalen Bildungsgremium. Neben ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement ist sie Sporttaucherin und Musikerin; diese Interessen prägen ihr Bewusstsein für Umwelt- und Kulturthemen. Sie plant ein Studium an der Schnittstelle von Biologie und Technologie mit Schwerpunkt auf Robotik und Prothetik und kann dadurch Perspektiven zu Innovation, Gesundheit und ethischem Design beitragen.


Fabio Parzych, 17, ist ein mehrsprachiger Naturwissenschaftsschüler und gewähltes Mitglied seiner Schülervertretung. Er hat an internationalen Jugendführungsprogrammen in Italien und Bulgarien teilgenommen, wo er Kompetenzen in Zusammenarbeit und interkulturellem Dialog vertiefte. Mit dem Ziel, Nautikingenieurwesen zu studieren, lenkt Fabio den Blick auf maritime Systeme, nachhaltigen Transport und die Zukunft mariner Infrastruktur.


Santiago Santos, 16, ist ein spanisch-kanadischer Schüler mit Interesse an Mathematik, Datenanalyse und Wirtschaftssystemen. Als Vertreter Andalusiens im Programm Ruta Quetzal ausgewählt, hat er früh Führungsstärke und akademisches Potenzial gezeigt. Sein Ziel, Mathematik zu studieren, unterstützt eine ausgeprägte analytische Denkweise – wertvoll für evidenzbasierte Evaluation und langfristige strategische Planung.


Noor Aghbaria, 23, bringt fortgeschrittene technische und organisatorische Expertise ein. Als Informatikerin, Aktivistin und Community Leader ist sie Community Coordinator bei Tech2Peace und ehemalige Delegierte bei Model United Nations. Mit Berufserfahrung in Logistik sowie Projektmanagement liefert Noor praxisnahe Einblicke darin, wie komplexe Initiativen konzipiert, umgesetzt und skaliert werden.


Jugend-Governance als strategische Notwendigkeit

Konzeption und Zusammensetzung des GSI Youth Advisory Board spiegeln einen breiteren Wandel in Führungsmodellen wider – weg von altersbasierter Hierarchie hin zu kompetenzorientierter Mitgestaltung. Vergleichende Forschung zur Jugendbeteiligung zeigt, dass beratende Gremien mit vielfältigen Bildungs- und Kulturprofilen besser in der Lage sind, aufkommende Risiken und Chancen zu erkennen – besonders in rasch wechselnden technologischen und sozialen Umfeldern.


Durch die formelle Anerkennung der Mitglieder mittels öffentlicher Profile, Zertifizierung und professioneller Unterstützung unterstreicht GSI, dass Jugendbeteiligung sowohl berufliche als auch zivilgesellschaftliche Bedeutung hat. Vor allem aber zeigt sie ein Bekenntnis zu inklusiver Governance, das über reine Konsultation hinausgeht und sich in Richtung geteilter Verantwortung bewegt.


Während Institutionen auf wachsende Komplexität und erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit reagieren, können Governance-Modelle, die jüngere Generationen sinnvoll integrieren, entscheidend sein – nicht nur, um zukunftsfähig zu bleiben, sondern um bereits in der Gegenwart wirksam zu handeln.


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