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Nachhaltigkeit beginnt im Klassenzimmer

  • Autorenbild: GSI
    GSI
  • 29. Juni
  • 3 Min. Lesezeit
Nachhaltigkeit beginnt im Klassenzimmer
Nachhaltigkeit beginnt im Klassenzimmer

Das Global Society Institute (GSI) hat zwei Bildungsworkshops an der CEIP Virgen del Sol in Tarifa durchgeführt und Grundschülerinnen und Grundschüler dabei unterstützt, zu untersuchen, wie ihre Schule zu einem nachhaltigeren Ort werden kann.

 

Die Workshops wurden von Sabrina Förster und Manuela Thiele konzipiert und durchgeführt, die zur Arbeit des GSI im Bereich Intercultural Dialogue and Education beitragen. Dieser Bereich des Instituts unterstützt non-formale Bildung, interkulturelles Lernen, den Wissensaustausch zwischen Zivilgesellschaft und Bildungsumfeldern sowie die Einbindung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in sinnvolle Lernprozesse.

 

An den Sitzungen nahmen zwei Schülergruppen teil: 25 Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse und 25 Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse. Jeder Workshop dauerte etwa 70 bis 90 Minuten und war als interaktive Lernaktivität aufgebaut. Die Kinder wurden ermutigt, aktiv teilzunehmen, Fragen zu stellen und globale Nachhaltigkeitsthemen mit ihren Alltagserfahrungen in der Schule, zu Hause und in der weiteren Gemeinschaft zu verbinden.

 



Sustainability
CEIP Virgen del Sol in Tarifa

Die Workshops begannen mit einer Einführung in das Global Society Institute und die Ziele für nachhaltige Entwicklung. Die SDGs wurden den Schülerinnen und Schülern als gemeinsame Ziele erklärt, die darauf ausgerichtet sind, eine bessere Welt für alle zu schaffen. Von dort aus wurden Nachhaltigkeit mit dem Schulumfeld, täglichen Gewohnheiten und dem Beitrag verbunden, den jede einzelne Person innerhalb ihrer Gemeinschaft leisten kann.



Ein zentrales Element des Programms konzentrierte sich auf die Idee, dass „die Welt sich verändert“. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit mehreren großen Umweltproblemen unserer Zeit, darunter Plastikverschmutzung, die Auswirkungen von Abfall auf Meerestiere und Vögel, Luftverschmutzung, Waldbrände und Überschwemmungen. Ziel war es nicht nur, Umweltprobleme zu erklären, sondern auch das Bewusstsein zu stärken und den Schülerinnen und Schülern zu helfen, zu erkennen, dass globale Herausforderungen mit Orten in ihrer unmittelbaren Umgebung verbunden sein können.

 

Das Bildungsmaterial stellte außerdem grundlegende Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimawandel vor, darunter den Kohlenstoffkreislauf, den Treibhauseffekt und den Wasserkreislauf. Diese Themen wurden visuell und leicht verständlich eingeführt und halfen den Schülerinnen und Schülern, die Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln, natürlichen Systemen und Umweltveränderungen zu verstehen.

 

Neben den Umweltinhalten boten die Workshops eine einfache Einführung in das Projektmanagement. Die Schülerinnen und Schüler wurden durch vier grundlegende Phasen geführt: ein Projekt auswählen und seine Ziele definieren, planen, wie es umgesetzt werden kann, die Veränderung in die Praxis bringen sowie die Ergebnisse bewerten und reflektieren. Diese Methode zeigte, dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Konzept ist, sondern etwas, das gemeinsam organisiert, umgesetzt und überprüft werden kann.

 

Der partizipativste Moment des Workshops fand statt, als die Schülerinnen und Schüler in kleineren Gruppen mögliche Wege erarbeiteten, um ihre Schule nachhaltiger zu gestalten. Zu den diskutierten Ideen gehörten, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren, Kampagnen zur Sensibilisierung für Abfall zu organisieren, Müll zu sammeln, Wassermelonen zu pflanzen, mehr Sport und einen aktiveren Lebensstil zu fördern, Familienmitglieder und ältere Menschen zu unterstützen sowie respektvolles Verhalten unter Mitschülerinnen, Mitschülern und Freunden zu stärken.

 

Diese Ideen zeigten, dass Nachhaltigkeit aus Sicht der Schülerinnen und Schüler über die Umwelt hinausgeht. Sie umfasst auch Gesundheit, Fürsorge für andere, Respekt, Zusammenarbeit und gemeinsame Verantwortung. Auf diese Weise verbanden die Workshops Umweltbildung mit den sozialen Werten, die das tägliche Leben innerhalb einer Schulgemeinschaft prägen.

 

Der nächste Schritt wird darin bestehen, dass jede Klasse mindestens eine der während des Workshops diskutierten Ideen auswählt und sie mit Unterstützung der Lehrkräfte als Projekt im Klassenzimmer oder in der gesamten Schule weiterentwickelt. Das Global Society Institute kann diesen Prozess ebenfalls unterstützen und so die Verbindung zwischen Bildung, lokalem Handeln und dem Engagement für die Ziele für nachhaltige Entwicklung stärken.

 

Die Initiative spiegelt den Ansatz des GSI im Bereich Intercultural Dialogue and Education wider: Lernräume zu schaffen, die praktisch, partizipativ und mit realen Kontexten verbunden sind. An der CEIP Virgen del Sol wurde dieser Ansatz rund um eine einfache Frage für die Schülerinnen und Schüler gestaltet: Was kannst du zu deiner Schule beitragen?

 

Indem die SDGs durch ein interaktives Format ins Klassenzimmer gebracht wurden, halfen Sabrina Förster und Manuela Thiele dabei, große globale Herausforderungen in kleine, konkrete und erreichbare Projekte zu übersetzen. Die Workshops zeigen, wie Nachhaltigkeitsbildung mit einer Diskussion im Klassenzimmer beginnen und durch echtes Handeln innerhalb der Schulgemeinschaft fortgesetzt werden kann.

 


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